26. Juli 2010

Modellprojekt "Service im Dorf"

Immer noch verlassen junge Brandenburger die ländlichen Regionen, so der jüngste Demografie-Bericht. Das Phänomen ist weltweit zu beobachten. Problematisch ist die Geschwindigkeit dieser Entwicklung. Problematisch sind ebenfalls die räumlichen Disparitäten. Während die berlinnahen Kommunen im Landkreis Einwohnerzuwachs verzeichnen, verlieren Kommunen in den Randregionen stetig Einwohner. Unterschiedliche Regionen brauchen maßgeschneiderte Konzepte, die auf die jeweiligen örtlichen Bedingungen abgestimmt sind. Ein solches Konzept ist "Service im Dorf" - das neue  Modellprojekt der Lokalen Aktionsgruppe.  

"Ich begrüße dieses Modellprojekt außerordentlich", so Diana Golze, Wahlkreisabgeordnete der Bundestagsfraktion DIE LINKE. Durch neue Strukturen und Verfahren für die Versorgung in den immer dünner besiedelten Räumen, die flexibel auf die jeweiligen örtlichen Erfordernisse eingestellt werden, versuchen die politisch Verantwortlichen die Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse zu gewährleisteten. "Service im Dorf" ist ein innovativer Ansatz, der hoffentlich ein Erfolgsmodell für die Region und für Brandenburg wird. "Wenn man die Idee aufgreift und weiterdenkt, dann könnten weitere notwendige öffentliche Leistungen über mobilen Service und digitale Medien direkt zu den Bürgerinnen und Bürgern gebracht werden", so Golze. Im Bereich von Gesundheit und Pflege können mobile Dienste wieder ein engmaschiges Versorgungsnetz herstellen. In der Kinderbetreuung und Bildung muss es mehr Raum für unkonventionelle Formen geben - entscheidend sollten nicht Verwaltungskriterien über Klassenstärken sein, sondern allein Aufwand und Ergebnis in Bildung und Erziehung. Verwaltungsvorgänge können noch konsequenter über die digitalen Medien abgewickelt werden, also direkt von zu Hause ins Amt und zurück.