01.06.2010
Diana Golze: Internationaler Kindertag / An Bildung und Betreuung für Kinder und Jugendliche darf nicht gespart werden
23.04.2010
Diana Golze: Initiativen gegen Gewalt gegen Kinder sind keine Sache von runden Tischen / Kirchliche wie weltliche Einrichtungen müssen Strafgesetzbuch einhalten
17.11.2009
Diana Golze: Für Union und FDP sind Kinder nicht gleich viel wert / Bei Kinderarmut keine Lösung in Sicht
17.06.2009
Zur besseren Kinderbetreuung gehören bessere Arbeitsbedingungen für ErzieherInnen / LINKE unterstützt den Streik.
14.05.2009
Diana Golze: Bundesregierung erkennt kein Problem Kinderarmut, deshalb muss sie nicht handeln?
04.12.2008
Diana Golze: Das Kindergeld zu erhöhen und bei Hartz-IV-Empfängern gleichzeitig abzuziehen verstärkt die Kinderarmut
26.09.2008
Diana Golze fordert Rechtsanspruch auf gebührenfreie Kindertagesbetreuung
05.02.2008
Diana Golze: SPD-Vorschlag, den Kinderfreibetrag abzusenken, ist ziemlich dreist / LINKE fordert, Kindergeld zu erhöhen
30.11.2007
OECD-Studie: 2,6 Millionen arme Kinder im reichen Deutschland - Familien brauchen einen Dreiklang aus Zeit, Geld und Infrastruktur.
27.11.2007
Der qualvolle Hungertod der fünfjährigen Lea-Sophie aus Schwerin mahnt: Kinder- und Jugendhilfe muss alle Familien erreichen.
Kinder- und Jugendpolitik
Das Leben vieler junger Menschen in der Bundesrepublik ist belastet durch Sozialabbau, Arbeitslosigkeit und wachsenden Leistungsdruck. Ihre Chancen sind abhängig vom Geldbeutel der Eltern, und der wurde durch die Kürzungen von Sozialleistungen und Löhnen in den letzten Jahren immer weiter geschröpft. Jugendliche sind deshalb nicht zwangsläufig politikverdrossen – sie haben nur keinen Bock auf die herrschende Art von Politik. Fakt ist: Die Politik ist jugendverdrossen. Die Regierung nimmt denjenigen Zukunftschancen, die sich am wenigsten wehren können. weiterlesen
Kinderarmut
Kinderarmut hat viele Gesichter. In der "Dritten Welt" überwiegt das Gesicht hungernder oder auf der Straße lebender Kinder. In Deutschland nehmen die Fälle von verwahrlosten Kindern zu, aber überwiegend zeigt sich Kinderarmut in schlechter Ernährung, mangelnder Bildung, unzureichender ärztlicher Versorgung und eingeschränkten sozialen Beziehungen. Kinderarmut in einem der reichsten Länder hat viele Seiten und Ursachen. Hauptursache für Kinderarmut ist die Einkommensarmut der Eltern. Durch die Ausweitung des Niedriglohnsektors und durch Hartz IV nimmt Armut immer mehr zu. Heute leben rund 7 Mio. Menschen von Leistungen auf dem Niveau der Sozialhilfe. weiterlesen
Kindertagesbetreuung
Krippen, Kitas, Kindergärten oder Tagespflege – seit Jahrzehnten wurde die Kinderbetreuung in Deutschland, insbesondere im Westen, vernachlässigt. Einen Krippenplatz für unter Dreijährige zu finden, ist in vielen Regionen so, wie einen Fünfer im Lotto zu gewinnen. Mütter und Väter müssen für die Kinderbetreuung immer tiefer in die Tasche greifen. Und während sie zur Kasse gebeten werden, entzieht sich der Staat seiner Verantwortung. Das Resultat sind zu große Gruppen, fehlende Weiterbildungsmöglichkeiten für Erzieherinnen und Erzieher, fehlende Instandhaltungsarbeiten, starre Öffnungszeiten. weiterlesen
Kinderrechte
Die Aufnahme von Kinderrechten auf Förderung, Schutz und Beteiligung in das Grundgesetz sind für DIE LINKEN wichtig. Kinder sind keine Objekte des Elternwillens, Oberster Grundsatz aller Entscheidungen, die Kinder betreffen, muss das Kindeswohl sein. Dies gebietet die Menschenwürde, die die Ausgestaltung der Kinderrechte im Grundgesetz vorgibt.
Elterngeld
Das Elterngeld ist das große familienpolitische Prestigeprojekt der Bundesregierung. Sie nannte das Elterngeldgesetz einen wichtigen Motor für die Ziele der „nachhaltigen Familienpolitik“ und „eine Zukunftsinvestition“. Es ist seit 2007 in Kraft und als Lohnersatzleistung ausgestaltet. Eltern erhalten für höchstens 14 Monate (darunter 2 Vätermonate) 67% ihres letzten Nettoeinkommens als Elterngeld, mindestens aber 300 Euro. Diese 300 Euro erhalten auch Eltern, die zuvor nicht berufstätig waren. weiterlesen
Rund 218 Millionen Kinder unter 15 Jahren arbeiten unter oft unmenschlichen Bedingungen in Steinbrüchen, auf Plantagen und in Fabriken. Sie nehmen schwerwiegende gesundheitliche Folgen auf sich, um ihre Familien zu unterstützen. Der Traum von einer Schulbildung bleibt für diese Kinder meistens unerfüllbar. Ohne Schulbildung werden sie – wie ihre Eltern – nicht in der Lage sein, ihre eigenen Kinder zu ernähren und auch gezwungen sein, diese durch Kinderarbeit ausbeuten zu lassen.
Mit dem Welttag gegen Kinderarbeit am 12. Juni soll dazu aufgerufen werden, diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Die Kinderkommission begrüßt es, dass sich viele Hilfsorganisationen und die Deutsche Entwicklungshilfe weltweit gegen die Ausbeutung von Kindern einsetzen und sich dafür engagieren, den Kindern ihre Kindheit wiederzugeben. Den Familien müssen Alternativen zur Kinderarbeit geboten werden und den Kindern muss der Besuch einer Schule oder eine berufliche Ausbildung ermöglicht werden. Die Politik bleibt aufgefordert, Missstände anzuprangern und durch Hilfen zur Selbsthilfe den Teufelskreis zu durchbrechen. Schulbildung muss auch in Entwicklungsländern endlich zur Pflicht werden.
Vor allem Kinder sind Leidtragende
In dieser Woche wird der Antrag der Fraktion DIE LINKE »Anhebung und bedarfsgerechte Ermittlung der Kinderregelsätze« im Bundestag verhandelt. Was ist der Hintergrund für diese Initiative?
Die Einführung des Arbeitslosengeldes II im Jahr 2005 stellt einen der krassesten sozialpolitischen Einschnitte in der Geschichte Deutschlands dar. Davon betroffen sind nicht nur Erwerbslose. Vor allem Kinder sind Leidtragende eines Gesetzes, das mit der Lebenswirklichkeit nichts zu tun hat. Unsere Kritik an den Regelsätzen für unter 18-Jährige lautet vor allem, dass sie sich nicht aus den Bedürfnissen und Bedarfen von Kindern und Jugendlichen zusammensetzen. Willkürlich wurde der ohnehin zu niedrige Regelsatz eines alleinstehenden Erwachsenen als Grundlage genommen und dann prozentual auf Kinder und Jugendliche reduziert. Ein Kind bekommt 60 beziehungsweise 70 Prozent dessen, was einem Erwachsenen zugestanden wird. Das hat mit dem Leben von Kindern nichts gemein.
Als Anwältin der Kinder ist die Kinderkommission auch Ansprechpartnerin für Verbände und Organisationen sowie Eltern und Kinder. Kinder brauchen eine Lobby, die Kinderkommission setzt sich auch in dieser Legislaturperiode weiterhin für die Interessen und Rechte von Kindern ein. Die Bedürfnisse von Kindern können somit in Gesetzen und politischen Entscheidungen zur Geltung gebracht werden. Damit bekommen Kinder in unserer Gesellschaft die Aufmerksamkeit, die ihrer Bedeutung für die eigene und unsere Zukunft gerecht wird.
Die neue Kinderkommission (Kiko) des Deutschen Bundestages. Das fünfköpfige Gremium hat sich am Mittwoch, 27. Januar 2010 konstituiert. Insgesamt dies dies die siebte Kinderkommission, seit der Bundestag diesen Unterausschuss des Ausschusses für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Jahre 1988 ins Leben gerufen hat. Neuer Vorsitzender ist der CDU-Abgeordnete Eckhard Pols aus Lüneburg, selbst Vater von vier Kindern. Allerdings wechseln sich die fünf Kommissionsmitglieder im Laufe der Wahlperiode in der Reihenfolge der Fraktionsstärken im Vorsitz ab. Letzte Vorsitzende der vergangenen Wahlperiode war Ekin Deligöz (Bündnis 90/Die Grünen), die Pols den Kiko-Adler aushändigte - "ein Wanderpokal, der Glück bringen soll", wie sie es ausdrückte.
Für die SPD sitzt die Abgeordnete Marlene Rupprecht aus Tuchenbach in Bayern in der Kommission, für die FDP die neu gewählte Abgeordnete Nicole Bracht-Bendt aus Buchholz in der Nordheide (Niedersachsen). Die Linke ist wie in der vergangenen Wahlperiode mit Diana Golze aus Rathenow in Brandenburg vertreten. Für Bündnis 90/Die Grünen sitzt Katja Dörner aus Bonn in dem Gremium, die wie Pols und Bracht-Bendt neu im Bundestag ist.